Das Erbe der Zeitzeugen: Licht-Collagen/Fotografien von Bernard Langerock

Die Werkserie von zwölf Erinnerungsporträts ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Biografien einiger Zeitzeugen der nationalsozialistischen Zeit. Viele Jahren lang berichteten sie im Rahmen der Gedenkstättenarbeit eindrucksvoll und einprägsam von ihrem Schicksal als Verfolgte im sogenannten Dritten Reich, und sie setzten sich engagiert gegen das Vergessen und Verdrängen ein. 

 

Künstlerisch geht es nicht darum, klassische Porträts zu präsentieren, vielmehr wird der Versuch unternommen, innere Bilder als einen lebendigen Prozess zu visualisieren. Erinnerungen an Personen, Situationen oder Gegenstände sind oft bruchstückhaft, überlagert oder verkrustet, sie stammen aus verschiedenen Zeitabschnitten des Lebens. Manche Erinnerungen sind intensiver als andere, manche sind klar, andere verschwommen. Der Erinnerungsprozess ist auch an den menschlichen Körper und seine Fähigkeiten gebunden. Die Licht-Collagen/Fotografien simulieren gewissermaßen den Vorgang der visuellen Speicherung, Verarbeitung und Abrufung von Bildern im menschlichen Gehirn.

 

Ausgehend von analogem Archivmaterial (Fotos, Dias, Filme) wurden Arbeitsvorlagen in einer Dunkelkammer mit mehreren Projektoren auf ein lichtspeicherndes Trägermaterial projiziert. Dabei kamen verschiedene Techniken wie Nachbelichten, Bewegen oder Wedeln zur Anwendung. Die so entstandenen Licht-Collagen aus gespeichertem und zurückgestrahltem Licht wurden in dem kurzen Zeitraum ihrer Existenz fotografisch eingefangen, überarbeitet und anschließend auf Zellstoffbögen gedruckt.

 

Führung durch die Ausstellung: Samstag, 17. Februar, und Sonntag, 18. Februar, jeweils 15 Uhr

Maria Wachter 1910 – 2010: Bernard Langerock, Licht-Collage/Fotografie, 2017

Hermann Laupsien 1910 – 2007: Bernard Langerock, Licht-Collage/Fotografie, 2017

Das Erbe der Zeitzeugen: Licht-Collagen/Fotografien von Bernard Langerock

Die Werkserie von zwölf Erinnerungsporträts ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den Biografien einiger Zeitzeugen der nationalsozialistischen Zeit. Viele Jahren lang berichteten sie im Rahmen der Gedenkstättenarbeit eindrucksvoll und einprägsam von ihrem Schicksal als Verfolgte im sogenannten Dritten Reich, und sie setzten sich engagiert gegen das Vergessen und Verdrängen ein. 

 

Künstlerisch geht es nicht darum, klassische Porträts zu präsentieren, vielmehr wird der Versuch unternommen, innere Bilder als einen lebendigen Prozess zu visualisieren. Erinnerungen an Personen, Situationen oder Gegenstände sind oft bruchstückhaft, überlagert oder verkrustet, sie stammen aus verschiedenen Zeitabschnitten des Lebens. Manche Erinnerungen sind intensiver als andere, manche sind klar, andere verschwommen. Der Erinnerungsprozess ist auch an den menschlichen Körper und seine Fähigkeiten gebunden. Die Licht-Collagen/Fotografien simulieren gewissermaßen den Vorgang der visuellen Speicherung, Verarbeitung und Abrufung von Bildern im menschlichen Gehirn.

 

Ausgehend von analogem Archivmaterial (Fotos, Dias, Filme) wurden Arbeitsvorlagen in einer Dunkelkammer mit mehreren Projektoren auf ein lichtspeicherndes Trägermaterial projiziert. Dabei kamen verschiedene Techniken wie Nachbelichten, Bewegen oder Wedeln zur Anwendung. Die so entstandenen Licht-Collagen aus gespeichertem und zurückgestrahltem Licht wurden in dem kurzen Zeitraum ihrer Existenz fotografisch eingefangen, überarbeitet und anschließend auf Zellstoffbögen gedruckt.

 

Führung durch die Ausstellung: Samstag, 17. Februar, und Sonntag, 18. Februar, jeweils 15 Uhr