Jan Dibbets. Stop Photography Now!

Für Jan Dibbets liegt die Bedeutung der Fotografie eher in ihrer besonderen Charakteristik und ihren technischen Möglichkeiten als in ihren Inhalten und Themen begründet. So sollte das künstlerische Oeuvre von Jan Dibbets auch eher im Kontext sowohl der Konzeptkunst, als auch seiner Vorläufer – Muybridge, Blossfeldt, Man Ray Rodchenko, Man Ray oder Duchamp – und seiner Zeitgenossen – Bruce Nauman, Sol LeWitt, Gilbert & George und Richard Long – gesehen und verstanden werden. Die Wahrnehmung selbst, und nicht etwa das wahrgenommene Objekt oder die Abbildung einer „realen Welt“, stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Zu seinen Motiven zählen die hochglänzenden Lack-Oberflächen von Autos, Licht- und Schattenspiele auf Jalousien, Fenster, Foto-Sequenzen von Interieurs und – gleichsam als Brücke zwischen seinen frühen und seinen aktuellen Arbeiten – digitale Neubearbeitungen seines eigenen frühen Fotomaterials. Jan Dibbets Foto-Dialoge zwischen holländischen Landschaften, Meereshorizonten und Perspektivverschiebungen sowie die Serie von „Perspective Corrections“ zählen zu seinen bekanntesten Arbeiten und zeichnen Dibbets als einen der Väter der konzeptuellen Fotografie aus. Also, um mit Dibbets zu sprechen: Hört auf zu fotografieren und beginnt, über Fotografie nachzudenken!

 

Bereits 1972 repräsentierte Jan Dibbets die Niederlande auf der Biennale in Venedig. Schon früher innerhalb seiner Karriere nahm er an so legendären Ausstellungen teil wie Serielle Formationen (Frankfurt am Main, 1967), Arte Povera (Amalfi, 1967), Konzept/Conception (Leverkusen, 1968), When Attitudes Become Form (Bern, Krefeld, London, 1968), Op Losse Schroeven (Amsterdam, Essen, 1968), Information (New York, 1970) und an der documenta 5, 6 and 7 (1972, 1977, 1982). Später wurden seine Arbeiten in wichtigen Ausstellungen gezeigt, darunter Westkunst (Köln, 1981), Bilderstreit (Cologne, 1989) und Light Years. Conceptual Art and the Photograph (Chicago, 2011). Zu seinen bedeutendsten Solo-Projekten zählen die Ausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam (1972, 1986, 2016), in der Kunsthalle Bern (1980), im Guggenheim Museum New York (1987), im Walker Art Center (1988), im Kunstmuseum Wolfsburg (1996), in der Stichting De Pont (2001), im Musée d’Art Moderne Paris (2010) und im Castello di Rivoli, Turin (2014). 2016 kuratierte Jan Dibbets im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris die Ausstellung „Pandra’s Box. Another Photography“ – eine Zusammenschau seiner Ideen zu einer anderen Lesart von historischer und zeitgenössischer Fotografie.

 

Schon seit 1968 wird Jan Dibbets von der Konrad Fischer Galerie vertreten. Seine Arbeiten sind in bedeutenden institutionellen Sammlungen vertreten, darunter das MoMA in New York, das Metropolitan Museum, New York, das Walker Art Center, die TATE Modern, London, das MIGROS Museum in Zürich, das Fotomuseum Winterthur, das Stedelijk Museum Amsterdam, das Kröller-Müller Museum in Otterlo, das Kunstmuseum Wolfsburg und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

Jan Dibbets, New Colorstudy, 1976-2012

Jan Dibbets, New Colorstudy, 1976-2012

Jan Dibbets, Duo Z, 1976-2014

Jan Dibbets, SVB2c Amsterdam 125. 1994

Jan Dibbets, Venetian Blind, 2014

Jan Dibbets, Perspective Collection Sol LeWitt

Jan Dibbets. Stop Photography Now!

Für Jan Dibbets liegt die Bedeutung der Fotografie eher in ihrer besonderen Charakteristik und ihren technischen Möglichkeiten als in ihren Inhalten und Themen begründet. So sollte das künstlerische Oeuvre von Jan Dibbets auch eher im Kontext sowohl der Konzeptkunst, als auch seiner Vorläufer – Muybridge, Blossfeldt, Man Ray Rodchenko, Man Ray oder Duchamp – und seiner Zeitgenossen – Bruce Nauman, Sol LeWitt, Gilbert & George und Richard Long – gesehen und verstanden werden. Die Wahrnehmung selbst, und nicht etwa das wahrgenommene Objekt oder die Abbildung einer „realen Welt“, stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Zu seinen Motiven zählen die hochglänzenden Lack-Oberflächen von Autos, Licht- und Schattenspiele auf Jalousien, Fenster, Foto-Sequenzen von Interieurs und – gleichsam als Brücke zwischen seinen frühen und seinen aktuellen Arbeiten – digitale Neubearbeitungen seines eigenen frühen Fotomaterials. Jan Dibbets Foto-Dialoge zwischen holländischen Landschaften, Meereshorizonten und Perspektivverschiebungen sowie die Serie von „Perspective Corrections“ zählen zu seinen bekanntesten Arbeiten und zeichnen Dibbets als einen der Väter der konzeptuellen Fotografie aus. Also, um mit Dibbets zu sprechen: Hört auf zu fotografieren und beginnt, über Fotografie nachzudenken!

 

Bereits 1972 repräsentierte Jan Dibbets die Niederlande auf der Biennale in Venedig. Schon früher innerhalb seiner Karriere nahm er an so legendären Ausstellungen teil wie Serielle Formationen (Frankfurt am Main, 1967), Arte Povera (Amalfi, 1967), Konzept/Conception (Leverkusen, 1968), When Attitudes Become Form (Bern, Krefeld, London, 1968), Op Losse Schroeven (Amsterdam, Essen, 1968), Information (New York, 1970) und an der documenta 5, 6 and 7 (1972, 1977, 1982). Später wurden seine Arbeiten in wichtigen Ausstellungen gezeigt, darunter Westkunst (Köln, 1981), Bilderstreit (Cologne, 1989) und Light Years. Conceptual Art and the Photograph (Chicago, 2011). Zu seinen bedeutendsten Solo-Projekten zählen die Ausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam (1972, 1986, 2016), in der Kunsthalle Bern (1980), im Guggenheim Museum New York (1987), im Walker Art Center (1988), im Kunstmuseum Wolfsburg (1996), in der Stichting De Pont (2001), im Musée d’Art Moderne Paris (2010) und im Castello di Rivoli, Turin (2014). 2016 kuratierte Jan Dibbets im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris die Ausstellung „Pandra’s Box. Another Photography“ – eine Zusammenschau seiner Ideen zu einer anderen Lesart von historischer und zeitgenössischer Fotografie.

 

Schon seit 1968 wird Jan Dibbets von der Konrad Fischer Galerie vertreten. Seine Arbeiten sind in bedeutenden institutionellen Sammlungen vertreten, darunter das MoMA in New York, das Metropolitan Museum, New York, das Walker Art Center, die TATE Modern, London, das MIGROS Museum in Zürich, das Fotomuseum Winterthur, das Stedelijk Museum Amsterdam, das Kröller-Müller Museum in Otterlo, das Kunstmuseum Wolfsburg und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.