Martin Klimas. polarloops

  • Künstler:
    Martin Klimas
  • Datum:
    19.1. bis 03.3.2018
  • Ort:

In seiner experimentellen Auseinandersetzung mit dem Medium Photographie kreist die künstlerische Praxis Martin Klimas immer wieder um die zwei das Medium konstituierenden Faktoren Licht und Zeit.

 

Martin Klimas ist ein Fotograf, bei dem jedem Bildergebnis längere theoretische Recherchen und eine Reihe von praktischen Experimenten vorausgehen.
Martin Klimas findet seine Motive nicht, er konstruiert sie. Sein Studio ist der Ort des Experiments und der finalen Bildproduktion, seine fotografische Methode eher analytisch als intuitiv.

 

Klimas aktuelle Ausstellung ‘polarloops’ ist das Ergebnis seiner Beschäftigung mit spezifischen Aspekten des Lichts. Die Filme der Ausstellung sind die ästhetische Form seiner Experimente und Versuchsaufbauten zum physikalischen Phänomen der Lichtpolarisation. Klimas filmt mit seiner Kamera Collagen aus durchsichtiger Folie, die er zuvor ausgeschnitten hat und auf einem Leuchttisch zu diversen Konstellationen arrangiert hat. Das Ergebnis ist ein unbewegter Film, ein banales Stilleben vereinzelt verorteter, geometrischer, farbloser, Kunststofffolien. Interessant und ästhetisch relevant wird der Versuch in dem Moment in dem Klimas zwischen Stilleben und Kamera einen Polfilter installiert, der sich 360 Grad dreht und somit immer andere Lichtwellen zwischen Stilleben und Kamera ausfiltert. Das Resultat ist nun bunt und vor allen Dingen erscheint es uns bewegt und in ständiger Veränderung, eine dynamische Transformation von Licht, Form und Farbe.

 

Wie Leuchtkästen scheinen dem Betrachter Klimas Arbeiten aus dem Dunkel des Galerieraumes entgegen, stetiger Transformation unterworfen, ohne Anfang und Ende, behalten sie doch ihren Bildcharakter. Die Polarisationen bilden dabei nichts ab außer ihrem eigenen Wandel, sind ästhetische Manifestationen physikalischer Phänomene und ziehen uns dabei unausweichlich in ihren Bann.

Martin Klimas, untitled (polarization #0215) video still, 2017

Martin Klimas, untitled (#0217), video still, 2017

Martin Klimas. polarloops

  • Künstler:
    Martin Klimas
  • Datum:
    19.1. bis 03.3.2018
  • Ort:

In seiner experimentellen Auseinandersetzung mit dem Medium Photographie kreist die künstlerische Praxis Martin Klimas immer wieder um die zwei das Medium konstituierenden Faktoren Licht und Zeit.

 

Martin Klimas ist ein Fotograf, bei dem jedem Bildergebnis längere theoretische Recherchen und eine Reihe von praktischen Experimenten vorausgehen.
Martin Klimas findet seine Motive nicht, er konstruiert sie. Sein Studio ist der Ort des Experiments und der finalen Bildproduktion, seine fotografische Methode eher analytisch als intuitiv.

 

Klimas aktuelle Ausstellung ‘polarloops’ ist das Ergebnis seiner Beschäftigung mit spezifischen Aspekten des Lichts. Die Filme der Ausstellung sind die ästhetische Form seiner Experimente und Versuchsaufbauten zum physikalischen Phänomen der Lichtpolarisation. Klimas filmt mit seiner Kamera Collagen aus durchsichtiger Folie, die er zuvor ausgeschnitten hat und auf einem Leuchttisch zu diversen Konstellationen arrangiert hat. Das Ergebnis ist ein unbewegter Film, ein banales Stilleben vereinzelt verorteter, geometrischer, farbloser, Kunststofffolien. Interessant und ästhetisch relevant wird der Versuch in dem Moment in dem Klimas zwischen Stilleben und Kamera einen Polfilter installiert, der sich 360 Grad dreht und somit immer andere Lichtwellen zwischen Stilleben und Kamera ausfiltert. Das Resultat ist nun bunt und vor allen Dingen erscheint es uns bewegt und in ständiger Veränderung, eine dynamische Transformation von Licht, Form und Farbe.

 

Wie Leuchtkästen scheinen dem Betrachter Klimas Arbeiten aus dem Dunkel des Galerieraumes entgegen, stetiger Transformation unterworfen, ohne Anfang und Ende, behalten sie doch ihren Bildcharakter. Die Polarisationen bilden dabei nichts ab außer ihrem eigenen Wandel, sind ästhetische Manifestationen physikalischer Phänomene und ziehen uns dabei unausweichlich in ihren Bann.