SOSTOJANA

„Bewusstseinszustandsschreiberei“. So lässt sich die Worterfindung „SOSTOJANA“ übersetzen, abgeleitet vom russischen Wort Sostojanije, was „Zustand“ bedeutet.  Es beschreibt ein metaphorisches Fenster zu einem geistigen Zustand tiefer Versenkung. Diesen Zustand zeigen die Fotografien des russischen Fotografen Andrej Kokscharow.

 

Er lichtet das religiöse Leben der russisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft in seiner Heimatstadt Pskow, in präzisen und emotionalen Nahaufnahmen, ab, welche intime Einblicke in die Religiosität der Gläubigen liefern. Die Fotografien zeigen, wie tief die Menschen in ihrem Glauben verwurzelt sind. Zum einen scheint er ihnen Kraft zu geben, zum anderen empfinden sie, in der Ausübung ihres Glaubens, große Freude. Durch die von Kokscharow gewählte Perspektive, nämlich die geringe Distanz zu den Menschen, fühlt sich der Betrachter zugehörig. Es entsteht das Gefühl des „miterlebens“, des „mitfühlens“, des „mitglaubens“. Geradezu paralysiert erscheinen die Gläubigen in den Aufnahmen und ziehen so auch den Betrachter in ihren Bann.

 

Zu sehen sind Prozessionen, Segnungen und Pilgerumzüge. Eine große Rolle spielen dabei die Ikonen. Während die Darstellung heiliger Personen in vielen Religionen untersagt ist, oder es einmal war, sind sie in der russischen Orthodoxie ein wichtiger Bestandteil. In Ikonen ist das Göttliche sichtbar und real anwesend, was den Gläubigern die Verbindung zu Gott ermöglicht. Genau damit setzen sich die Gemälde von Dimitrij Kosakov auseinander und unterstützen so Kokscharows Fotografien in der Ausstellung. Ikonen seien „ein Fenster in die geistige Welt“. Sowohl für die Gläubigen, als auch für die Besucher der Ausstellung.

 

Kurator der Ausstellung. Klaus Richter

 

Andrej Kokscharow, Photographie, Pskow/Russland

Andrej Kokscharow, Photographie, Pskow/Russland

Andrej Kokscharow, Photographie, Pskow/Russland

Andrej Kokscharow, Photographie, Pskow/Russland

Dimitrij Kozakov, Ausstellungsansicht

SOSTOJANA

„Bewusstseinszustandsschreiberei“. So lässt sich die Worterfindung „SOSTOJANA“ übersetzen, abgeleitet vom russischen Wort Sostojanije, was „Zustand“ bedeutet.  Es beschreibt ein metaphorisches Fenster zu einem geistigen Zustand tiefer Versenkung. Diesen Zustand zeigen die Fotografien des russischen Fotografen Andrej Kokscharow.

 

Er lichtet das religiöse Leben der russisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft in seiner Heimatstadt Pskow, in präzisen und emotionalen Nahaufnahmen, ab, welche intime Einblicke in die Religiosität der Gläubigen liefern. Die Fotografien zeigen, wie tief die Menschen in ihrem Glauben verwurzelt sind. Zum einen scheint er ihnen Kraft zu geben, zum anderen empfinden sie, in der Ausübung ihres Glaubens, große Freude. Durch die von Kokscharow gewählte Perspektive, nämlich die geringe Distanz zu den Menschen, fühlt sich der Betrachter zugehörig. Es entsteht das Gefühl des „miterlebens“, des „mitfühlens“, des „mitglaubens“. Geradezu paralysiert erscheinen die Gläubigen in den Aufnahmen und ziehen so auch den Betrachter in ihren Bann.

 

Zu sehen sind Prozessionen, Segnungen und Pilgerumzüge. Eine große Rolle spielen dabei die Ikonen. Während die Darstellung heiliger Personen in vielen Religionen untersagt ist, oder es einmal war, sind sie in der russischen Orthodoxie ein wichtiger Bestandteil. In Ikonen ist das Göttliche sichtbar und real anwesend, was den Gläubigern die Verbindung zu Gott ermöglicht. Genau damit setzen sich die Gemälde von Dimitrij Kosakov auseinander und unterstützen so Kokscharows Fotografien in der Ausstellung. Ikonen seien „ein Fenster in die geistige Welt“. Sowohl für die Gläubigen, als auch für die Besucher der Ausstellung.

 

Kurator der Ausstellung. Klaus Richter